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Stellungnahme der Internationalen Baha'i-Gemeinde zum 60. Jahrestag der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

Zu Beginn dieses Jubiläumsjahres möchten wir die einmalige und fortdauernde Bedeutung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte betonen. Die Annahme dieser Erklärung am 10. Dezember 1948 markiert eine der ersten gemeinsam verfassten Verlautbarungen einer internationalen Staatengemeinschaft. Ohne eine Gegenstimme bestätigten die 56 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen aus allen Regionen der Welt die dem menschlichen Wesen eigene Würde und die Herrschaft des Gesetzes über das Recht des Stärkeren. Sie stellten das Wohlergehen des Einzelnen in den Mittelpunkt internationalen Rechts.

Über gesetzliche Reformen hinaus: Kultur und Kompetenz in der Beseitigung von Gewalt gegen Frauen und Mädchen

In vielerlei Hinsicht hat sich die Stellung von Frauen und Mädchen in den letzten 50 Jahren bedeutend verbessert. Sie haben höhere Alphabetisierungsraten und Bildungsstandards erreicht, ihr Pro-Kopf-Einkommen gesteigert und sind in herausragende berufliche und politische Positionen aufgestiegen. Darüber hinaus ist es weit verzweigten nationalen und globalen Frauen-Netzwerken gelungen, ihre Belange auf die globale Tagesordnung zu setzen, und gesetzliche und institutionelle Mechanismen zu erwirken, die sich mit diesen Belangen befassen.

Religion und Entwicklung am Scheideweg: Konvergenz oder Divergenz?

Im Verlauf des 20. Jahrhunderts sind ethnische, rassische und nationalistische Vorurteile in steigendem Maße der Einsicht gewichen, dass die Menschheit eine einzige Familie und die Erde ihre gemeinsame Heimat ist (1). Die Organisation der Vereinten Nationen (UN), die als Reaktion auf dieses erwachende Verständnis gegründet wurde, wirkt unermüdlich darauf hin, eine Welt zu gestalten, in der alle Völker und Nationen gemeinsam in Frieden und Harmonie leben können.

Der menschliche Geist muss frei sein für die Suche nach Wahrheit

Der menschliche Geist muss frei sein für die Suche nach Wissen. Das Begreifen, wer wir sind, für welchen Zweck es uns gibt und wie wir unser Leben leben sollen, ist ein Grundimpuls des menschlichen Bewusstseins. Diese Suche nach Selbsterkenntnis und Sinn ist das Wesentliche am Leben. Das angeborene und fundamentale Streben nach der Untersuchung der Wirklichkeit ist somit das Recht und die Pflicht eines jeden Menschen. Aus diesem Grunde bestätigen die Bahá'í-Lehren, dass das „Gewissen des Menschen heilig und unantastbar ist.“1

Korruption überwinden und Integrität in öffentlichen Institutionen schützen: Eine Baha'i-Perspektive

Da die Menschheit aus einem Jahrhundert des Aufbruchs und erstaunlicher Veränderungen hervorgeht, wird ihr Bedarf an moralischer und geistiger Erneuerung immer offensichtlicher. Die Tatsache, dass das 20. Jahrhundert ein Jahrhundert der Dunkelheit wie auch des Lichtes war, das sowohl die Neigung zu menschlicher Verderbtheit wie auch zu menschlichen Errungenschaften aufdeckte, bildet die Grundlage für die Verwirrung, die unser heutiges Zeitalter durchdringt.

Der Beitrag der globalen Zivilgesellschaft zur Stärkung der Vereinten Nationen und Reform der Weltgesellschaft

Ansprache gehalten auf dem Nachmittagsplenum - Freitag, 8. September 2000 - von Techeste Ahderom, Mit-Vorsitzender des Millennium-Gipfels vom 6.-8. September 2000 in New York und Sprecher des NGO-Forums, (ganzer Redetext)

Meine Damen und Herren im Vorstand, geehrte Staats- und Regierungschefs, Herr Generalsekretär, Exzellenzen,

Welt-Friedensgipfel zur Jahrtausendwende: Eine Baha'i-Perspektive

Herr Generalsekretär, Exzellenzen, verehrte Teilnehmer, meine Damen und Herren, vor über einem Jahrhundert hat eine ehrwürdige religiöse Gestalt, verbannt auf einen weit entfernt gelegenen Vorposten des Osmanischen Reiches, eine Vision zum Ausdruck gebracht, die unsere Überlegungen auf dieser historischen Versammlung inspirieren könnte. An einen seiner Anhänger schrieb Bahá’u’lláh diese Worte:

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